Blitz-Funk-Blitz

Ja, ich gebe zu, der Titel ist dämlich. Aber etwas besseres ist mir nicht eingefallen. :)

Vor einiger Zeit hatte ich bereits darüber berichtet, daß ich mir chinesische Blitz-Funkauslöser YongNuo RF-602 zum Testen ausgeliehen hatte. Schlußendlich überwogen die finanziellen Vorteile für mich doch die technischen Nachteile, so daß ich mir inzwischen selbst ein YongNuo-Set nebst drei gebrauchten Canon 550EX zugelegt habe.

Gestern war dann sozusagen ein Hardcore-Stresstest für zwei Empfänger und zwei 550EX angesagt: Anläßlich unseres Tags der offenen Tür haben wir wie üblichen – neben anderen Vorführungen – auch wieder unseren „Blitzpolo“ gezeigt: Gäste dürfen sich in ein Auto setzen, das dann einem Hochspannungsimpuls (gestern: Blitzstoßspannung bei -2 MV) ausgesetzt wird. Eine eindrucksvolle Demonstration des Faradayschen Käfigs, die beim Publikum auch immer sehr gut ankommt.

Dabei machen wir immer auch Erinnerungsfotos für die Probanden. Um diese besser zu machen als in den Jahren zuvor, habe ich dieses Mal besagte Blitze mit Funkauslöser eingesetzt und sie auf dem Armaturenbrett des Autos montiert. Ich finde, das Ergebnis ist recht passabel:

Blitzpolo mit zwei funkgetriggerten Blitzen auf dem Armaturenbrett
„Blitzpolo“ mit zwei funkgetriggerten Blitzen auf dem Armaturenbrett

(Die Gesichter sind auf dem Originalfoto natürlich scharf, ich habe sie hier nur zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Fotografierten verfremdet.)

Was mich dabei aber wirklich beeindruckt hat, ist die Unempfindlichkeit der Blitze und der Funkempfänger: Beide haben zusammen mit Probeschüssen am Freitag und Samstag locker 100 Einschläge „gesehen“, die sie klaglos weggesteckt haben. Alles in allem also definitiv ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. :)

2 Kommentare auf “Blitz-Funk-Blitz

  1. Mal ‘ne Frage vom Nicht-Fachmann: das Prinzip des Faradayschen Käfigs (Strom wird außen abgeleitet) ist mir durchaus vertraut. Wie siehts aber mit den Einflüssen von elektromagnetischen Feldern (Blitz = Stromfluss = EM-Feld) auf die empfndliche (?) Foto-Elektronik aus? Ich denke da an so Sachen wie Induktionsströme auf Platinen. Läufst Du nicht Gefahr, Dein Equipment zu grillen? Oder langt dafür die Blitzstärke nicht aus?

  2. @Michel: Absolut richtig, deswegen hatte ich im Vorfeld der Aktion auch ein wenig Bedenken, ob die Gerätschaften – insbesondere die Funkempfänger – die Aktion überleben.
    Es ist aber auch so, daß wir uns mit unseren Blitzen bei Stromstärken im unteren einstelligen Kiloampere-Bereich bewegen, während echte Blitze problemlos mehrere Dutzend bis teilweise mehrere Hundert Kiloampere erreichen. Entsprechend sind bei uns auch die Magnetfelder nicht so stark ausgeprägt wie in der Natur.
    Andererseits habe ich aber auch gemerkt, daß die Induktionen immer noch hoch genug sind, um beispielsweise meine Kamera aus dem Standby “aufzuwecken”…

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