Tag IX: Weitere Höhen und Tiefen

Nachdem wir heute zu einem strahlend sonnigen, wenn auch etwas kühlen Tag erwacht waren, beschlossen wir, um die Wahrscheinlichkeit, doch noch einen Bären fotografieren zu können, abermals über den Bow Valley Parkway zurück nach Lake Louise zu fahren. Angeregt durch das schöne Wetter und die Vormittagssonne, die im richtigen Winkel in die engen Täler schien, fuhren wir kurzerhand nochmals zum Moraine Lake und zum Lake Louise hoch. Insbesondere letzteres hat sich dabei definitiv gelohnt.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Lake Louise…
…und Moraine Lake noch mal „in schön“

Danach ging’s auf den Icefields Parkway in Richtung Norden nach Jasper. Dort machten wir am auf Höhe des Crowfoot Glaciers Mittagspause, um als nächstes am Peyto Lake anzuhalten. Der dortige Aussichtspunkt dürfte mit 2126 m Höhe der physikalische Höhepunkt unserer Reise gewesen sein – Ulrike war aber auch sonst sehr begeistert vom See und bezeichnete ihn als „noch schöner als die beiden anderen Seen“. [Moraine Lake und Lake Louise, Anm. d. Verf.]

Über 2100m hoch am Peyto Lake

Neben einigen kurzen Fotohalten zwischendurch war die nächste Station dann das Information Centre am Columbia Icefield, wo ein starker Wind (und Gegenlicht) das Fotografieren stark erschwerte. Da es bei der Abfahrt dort schon relativ spät war, fuhren wir ohne weiteren Zwischenstop direkt nach Jasper weiter und verschoben die Sunwapta und Athabasca Falls auf einen anderen Tag.

Athabasca Glacier des Columbia Icefields im Gegenlicht

Wohl verschärft durch die letzte Nacht in der vergleichsweise „zivilisierten“ Jugendherberge bekam Ulrikes Stimmung bei der Einfahrt in den Campingplatz „Whistlers“ in Jasper wieder einen herben Dämpfer. Mit Camping an sich hat sie sich immer noch nicht wirklich arrangiert und die von der freundlichen Platzwärterin überreichten Warnzettel über Bären und Wapitihirsche (welche sich aktuell in der Brunft befinden und deswegen mit besonderer Vorsicht zu genießen sind), taten ihr übriges.

Davon abgesehen gab’s noch ein besonderes Schauspiel zu bewundern: Die Sonne war bereits hinter den Bergen verschwunden, als letzte Sonnenstrahlen des Abendrotes nochmal kräftig die Wolken über dem Campingplatz anstrahlten, was das ganze Gelände in weiches, rötliches Licht tauchte.

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