Unflexibilität à la Telekom

Die Telekom – immer für einen Hirnfasching gut. Kürzlich hatte ich ja noch von unserer Umstellung von ISDN auf All-IP geschrieben, der alles in allem überraschend reibungslos lief. Allerdings könnte die Sache doch noch ein Nachspiel entwickeln.

Für die geneigten Leserinnen und Leser hier erst einmal der Überblick der bisherigen Chronologie:

  • Mit Schreiben vom 13. 02. 2017 hatte uns die Telekom erstmals die Kündigung des bisherigen ISDN-Anschlusses angedroht.
  • Am 28. 02. 2017 vormittags habe ich den neuen All-IP-Tarif telefonisch bestellt, die Dame der Hotline nannte dabei einen Schaltungstermin zum 09. 09. 2017(!), da so lange noch die Laufzeit des bisherigen ISDN-Tarifs sei.
  • Am 28. 02. 2017 abends erhielt ich per E-Mail die Auftragsbestätigung der Telekom für den neuen All-IP-Tarif inklusive einem Schaltungstermin am 09. 03. 2017(!).
  • Am 09. 03. 2017 wurde unser Telefonanschluss, wie schriftlich angekündigt und wie ich bereits berichtet hatte, vollständig von ISDN auf All-IP umgestellt.

Und jetzt fängt es an, „lustig“ zu werden: kürzlich erreichte uns ein auf den 20. 03. 2017 – also rund drei Wochen nach Auftragserteilung und zwei Wochen nach Auftragsausführung! – datiertes Schreiben der Telekom, in dem uns die Kündigung des bisherigen ISDN-Anschlusses zum 09. 09. 2017 (na, wem kommt das Datum bekannt vor? ;) ) ausspricht. Garniert war das Schreiben noch mit folgendem Satz:

Wichtig: Sofern Sie bei uns bereits vor Kurzem ein Nachfolgeprodukt beauftragt haben, brauchen Sie selbstverständlich nichts mehr zu unternehmen.

Nichtsdestotrotz rief ich trotzdem vorsorglich bei der Telekom Hotline an. Der freundliche Heißleiner zeigte sich von diesem Schreiben in keiner Weise überrascht sondern erklärte sinngemäß, dass das automatisiert sei. Insgesamt seien drei Schreiben „in der Pipeline“, eines würden wir also noch erhalten. Es sei für die Telekom einfacher und billiger, die Schreiben einfach alle zu versenden, als zwischendurch zu prüfen, ob bereits ein Nachfolgeprodukt bestellt sei.

Wohlgemerkt, wir sprechen in unserem Fall über eine Zeitspanne von zwei bzw. drei Wochen. Sind die Geschäftsprozesse der Telekom nun unfassbar träge oder unfassbar unflexibel (oder beides?) um nicht innerhalb dieser Zeit eine kundenfreundliche IF-THEN-Prüfung vorzunehmen? In jedem Fall bin ich gespannt, ob uns noch ein weiteres Kündigungsschreiben erreicht und noch viel gespannter, was nach dem 09. 09. 2017 mit unserem Telefon- bzw. Internetanschluss passiert. Ich denke, ich werde bei Zeiten noch eine schriftliche Bestätigung der Telekom, dass unser Anschluss nicht abgestellt wird, einfordern…

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