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	<title>Hirnfasching.de &#187; Politik</title>
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		<title>Geht doch!</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 17:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufgrund einschlägiger Erfahrungen – man denke in der jüngeren Vergangenheit nur an die Einführung des ePersos – bin ich ja immer höchst skeptisch, wenn die beiden Welten „Staat“ bzw. „Behörden“ einerseits und „IT“ oder gar „Internet“ andererseits aufeinander prallen. Umso überraschter war ich, als in der vergangenen Woche etwas funktionierte, das ich so nicht erwartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund einschlägiger Erfahrungen – man denke in der jüngeren Vergangenheit nur an die <a title="Artikel bei Heise zum Thema" href="http://www.heise.de/ct/artikel/ePerso-Alltag-Warten-aufs-Christkind-oder-auf-Godot-1139898.html">Einführung des ePersos</a> – bin ich ja immer höchst skeptisch, wenn die beiden Welten „Staat“ bzw. „Behörden“ einerseits und „IT“ oder gar „Internet“ andererseits aufeinander prallen. Umso überraschter war ich, als in der vergangenen Woche etwas funktionierte, das ich so nicht erwartet hätte: Für ein neues Auto im Voraus online(!) ein Wunschkennzeichen reserviert und das dann auf der Zulassungsstelle dann auch tatsächlich so zugeteilt bekommen. Na also, geht doch! <img src='http://hirnfasching.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Warum kann „Staat &amp;  IT“ nicht immer so problemlos funktionieren?</p>
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		<title>Sicheres Auftreten trotz völliger Ahnungslosigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 20:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist immer schön, wenn man sich trotz offenkundiger Ahnungslosigkeit eine gefestigte öffentliche Meinung leisten kann. So wie Cem Özdemir, der gerade im heute journal über den Amoklauf von Lörrach schwadroniert hat, großkalibrige Waffen hätten in Privathaushalten nichts zu suchen. Das kann man so sehen. Dummerweise hatte die Amokläuferin eine Sportpistole mit Kaliber .22 long [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer schön, wenn man sich trotz offenkundiger Ahnungslosigkeit eine gefestigte öffentliche Meinung leisten kann. So wie Cem Özdemir, der gerade im heute journal über den <a title="Spiegel-Online-Artikel zum Thema" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,718317,00.html">Amoklauf von Lörrach</a> <a title="Beitrag im heute journal" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1145300/Pro-und-kontra-sch%C3%A4rferes-Waffengesetz">schwadroniert</a> hat, großkalibrige Waffen hätten in Privathaushalten nichts zu suchen.</p>
<p>Das kann man so sehen. Dummerweise hatte die Amokläuferin eine Sportpistole mit <a title="Wikipedia-Artikel über Kaliber .22" href="http://de.wikipedia.org/wiki/.22_lfB">Kaliber .22 long rifle</a> dabei. (Ja, liebe Medien: „<em>Punkt</em> Zweiundzwanzig“, nicht „22 mm“, wie beispielsweise der SWR heute die meiste Zeit des Tages meldete und die <a title="Bild-Artikel" href="http://www.bild.de/BILD/news/topics/amoklauf-loerrach/app/artikel/motiv-fuer-klinik-stuermung.html">Bild immer noch schreibt</a>!) Mit anderen Worten: ein Kaliber von 5,6 mm, also genau das, was man landläufig als „Kleinkaliber“ bezeichnet.</p>
<p>Fazit: Knapp daneben ist auch vorbei. Nicht, daß man das von Politikern wesentlich anders erwartet hätte…</p>
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		<title>Rücktrittswelle</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 20:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Koch]]></category>
		<category><![CDATA[Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Während man bei Roland Kochs Rücktritt spontan erst einmal davon ausgeht, daß er sich aus dem Staub macht, bevor man das gefühlte halbe Dutzend Leichen in seinem Keller findet, steht man als Otto Normalbürger bei Horst Köhlers Rücktritt weitaus ratloser da. Die offizielle Begründung des fehlenden Respektes seiner Kritiker vor seinem Amt wirkt lächerlich und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während man bei <a title="Artikel bei Spiegel-Online über Ronald Kochs Rücktritt" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696594,00.html">Roland Kochs Rücktritt</a> spontan erst einmal davon ausgeht, daß er sich aus dem Staub macht, bevor man das gefühlte halbe Dutzend Leichen in seinem Keller findet, steht man als Otto Normalbürger bei <a title="Artikel bei Spiegel-Online über Horst Köhlers Rücktritt" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697781,00.html">Horst Köhlers Rücktritt</a> weitaus ratloser da. Die offizielle Begründung des fehlenden Respektes seiner Kritiker vor seinem Amt wirkt lächerlich und vorgeschoben.</p>
<p>Geeignet, Paranoia zu erzeugen, ist dagegen der Fakt, daß Köhler Finanzexperte ist – u.a. war er Vorsitzender des IWF – und man Koch selbiges zumindest nachsagt. Das alles, während die aktuelle Wirtschaftskrise noch längst nicht ausgestanden ist, <a title="Thema &quot;Griechenland&quot; bei Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/thema/finanzkrise_in_griechenland/">Griechenland kurz vor der Pleite steht</a> und Italien und Spanien bereits <a title="Artikel bei Spiegel-Online zum Thema" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,697446,00.html">wackeln</a>. Wissen oder ahnen die beiden etwas, das wir nicht wissen?</p>
<p>Jedenfalls glaube ich nicht, daß Köhlers Rücktritt etwas mit <a title="Blogeintrag von Sascha zum Thema" href="http://rheker.wordpress.com/2010/05/31/kausalitaten/">Lena Meyer-Landrut</a> zu tun hat. <img src='http://hirnfasching.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Bayerische Selbstzensur</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 19:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerischer Rundfunk]]></category>
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		<description><![CDATA[Während die Absetzung des damaligen ZDF-Intendanten Nikolaus Brender vor einem Jahr aus politisch motivierten Gründen vergleichsweise hohe Protestwellen schlug, wurschtelt derweil der Bayerische Rundfunk in fröhlicher Selbstzensur vor sich hin. Während man beispielsweise das Entfernen von Merkels Achselschweiß anno 2005 auf dem Grünen Hügel noch unter „humorig-skurril“ könnte, legt man beim BR aktuell mal wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Absetzung des damaligen ZDF-Intendanten Nikolaus Brender vor einem Jahr aus politisch motivierten Gründen vergleichsweise <a title="Blogeinträge zum Thema Brender bei Sascha" href="http://rheker.wordpress.com/?s=brender">hohe Protestwellen schlug</a>, wurschtelt derweil der Bayerische Rundfunk in fröhlicher Selbstzensur vor sich hin. Während man beispielsweise das <a title="Netzzeitung über die Angelegenheit" href="http://www.netzeitung.de/internet/350386.html">Entfernen von Merkels Achselschweiß</a> anno 2005 auf dem Grünen Hügel noch unter „humorig-skurril“ könnte, legt man beim BR aktuell mal wieder Hand an ernstere Themen: Während des diesjährigen <a title="Wikipedia-Artikel über das Derblecken" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Derblecken">Derbleckens</a> auf dem <a title="Wikipedia-Artikel über den Nockherberg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nockherberg#Starkbierfest">Nockherberg</a> hatte Michael Lerchenberg alias Bruder Barnabas mit seiner scharfen Fastenpredigt <a title="Spiegel-Online-Artikel zum Thema" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,681784,00.html">empörte Reaktionen</a> hervorgerufen.</p>
<p>Und, oh Wunder – bei der <a title="Main-Echo-Artikel über die zensierte Fastenpredigt-Wiederholung" href="http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,1120262">Wiederholung der Sendung fehlte</a> auf einmal nicht nur besagte KZ-Anspielung, sondern auch gleich noch die Kritik an der bayrischen Polizei, der Lerchenberg einerseits Langsamkeit bei Notfällen sowie in Anspielung an den <a title="TAZ-Artikel zum Thema" href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/zwoelf-pistolenkugeln-und-keine-antwort/">Tod von Tennessee Eisenberg</a> Schießfreudigkeit andererseits vorgeworfen hatte. Bravo, lieber Bayerischer Rundfunk, das hätte das DDR-Fernsehen auch nicht besser hinbekommen können.</p>
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		<title>Vorläufig wieder Privatsphäre</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 09:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael war gestern zwar schneller, allerdings muß ich natürlich die Sache auch noch kommentieren. Wie man sicherlich inzwischen mitbekommen hat, hat gestern das Bundesverfassungsgericht das bisherige Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gekippt und damit en passant der Politik auch gleich noch eine schallende Ohrfeige verpaßt. Daß mich das freut, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Allerdings, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael war gestern zwar <a title="Blogeintrag bei Michael zum Thema" href="http://bappert.org/?p=157">schneller</a>, allerdings muß ich natürlich die Sache auch noch kommentieren. <img src='http://hirnfasching.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Wie man sicherlich inzwischen mitbekommen hat, hat gestern das Bundesverfassungsgericht das bisherige <a title="Urteil des Bundesverfassungsgerichtes" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html">Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gekippt</a> und damit en passant der Politik auch gleich noch eine schallende Ohrfeige verpaßt. Daß mich das freut, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen. Allerdings, und da wird das Thema wieder dem Blogmotto „Hirnfasching“ gerecht, war die Nachrichtenlage der letzten beiden Tage wieder leicht skurril: Während Bundesmutti Angela die CeBit besuchte, werfen sich Industrie und Bundesregierung <a title="Tagesspiegel-Artikel zum Thema" href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Cebit-Vorratsdatenspeicherung-Datensicherheit;art122,3045587">gegenseitig vor</a>, falsch mit dem Thema (Vorrats-)Datenspeicherung umzugehen.</p>
<p>Weniger erfreulich ist allerdings ein andere Komponente der Angelegenheit, über die ich in der <a title="Älterer Blogeintrag zum Thema" href="http://hirnfasching.de/2009/12/22/internetgebuehr-gekippt/">Vergangenheit bereits geschrieben</a> habe: Gäbe es das Bundesverfassungsgericht nicht, wären die Bürgerrechte in diesem Land bereits deutlich sturmreifer geschossen. Das wirft ein äußerst bedenkliches Licht auf das Macht- und Menschen-Verständnis der Politiker dieses Landes und mir graut vor dem Tag, an dem es die Politik schafft, „linientreuere“ Richter ins Bundesverfassungsgericht zu manövrieren.</p>
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		<title>Von Attentätern und Scannern</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 14:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Nacktscanner]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war die Sache absehbar: Kaum gibt es ein versuchtes Sprengstoffattentat auf ein Passagierflugzeug – obendrein in Amerika! – werden als allererstes in einem Anfall von blindem Aktionismus die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen planlos erhöht. Die Angelegenheit kam mir von Anfang an komisch vor. Al-Qaida, die selbe Terror-Organisation, die es 2001 geschafft hat, gleichzeitig vier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war die Sache absehbar: Kaum gibt es ein <a title="Artikel bei Spiegel-Online über das vereitelte Attentat" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,669030,00.html">versuchtes Sprengstoffattentat</a> auf ein Passagierflugzeug – obendrein in Amerika! – werden als allererstes in einem Anfall von blindem Aktionismus die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen <a title="Artikel im Donaukurier über doppelte Sicherheitskontrollen am Münchner Flughafen" href="http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/Doppelt-haelt-besser-bei-Terrorabwehr;art155371,2230830">planlos erhöht</a>.</p>
<p>Die Angelegenheit kam mir von Anfang an komisch vor. Al-Qaida, die selbe Terror-Organisation, die es 2001 geschafft hat, <em>gleichzeitig</em> vier Passagierflugzeuge zu entführen und drei davon ins World Trade Centre bzw. das Pentagon fliegen zu lassen, <a title="Artikel der FTD u.a. über das al-Qaida-Bekennerschreiben" href="http://www.ftd.de/politik/international/:wegen-us-operation-im-jemen-al-kaida-droht-mit-neuen-anschlaegen/50054873.html">setzt acht Jahre später einen Attentäter in ein Flugzeug</a>, der zu ungeschickt ist, seinen Sprengsatz zu zünden? Und dieser Sprengsatz hätte natürlich in einem <a title="Wikipedia-Artikel zu Körperscanner" href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperscanner">Nacktscanner</a> – um deren Einführung bzw. Einsatz es in letzter Zeit recht ruhig geworden war – rechtzeitig entdeckt werden können? Ein Schelm, wer böses dabei denkt, <a title="Wikipedia-Artikel zu Hanlon's Razor" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor">Hanlon&#8217;s Razor</a> hin oder her. <span id="more-246"></span></p>
<p>Die passenden Reaktionen haben denn auch nicht lange auf sich warten lassen. Die Niederlande, die sich bereits <a title="Älterer Blogeintrag über Autobahnmaut in den Niederlanden" href="http://hirnfasching.de/2009/11/17/neues-aus-den-niederlanden/">in der jüngeren Vergangenheit mit Überwachungsmaßnahmen unangenehm hervorgetan haben</a>, haben im Eilverfahren beschlossen, baldmöglichst <a title="Artikel bei Spiegel-Online über die Einführung von Körperscannern in den Niederlanden" href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,669553,00.html">Körperscanner in den Niederlanden einzuführen</a> und gleichzeitig die EU aufgefordert, den Einsatz dieser Scanner europaweit zu erlauben bzw. einzuführen. Auch in Deutschland überlegt Bundesinnenminister Thomas de Maizière in bester Tradition seines Amtsvorgängers Schäuble, die Scanner <a title="Artikel bei Spiegel-Online über die Einführung von Körperscannern in Deutschland" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,669516,00.html">einzuführen</a>. Die bayrische Innenministerin Beate Merk ist da sogar schon einen Schritt weiter und überlegt nicht mehr, sondern <a title="Artikel in der Nürnberger Zeitung über die Einführung von Körperscannern in Deutschland" href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1147785&amp;kat=4">will direkt den Einsatz der Scanner</a>.</p>
<p>Geschichte wiederholt sich also doch: Besonders der 11. September 2001 und seither auch die meisten kleineren und größeren Terroranschläge und sonstigen Verbrechen wurden systematisch dazu genutzt, immer weitere Überwachungs&shy;maßnahmen zu installieren. Diesmal sind die Parallelen zu 9/11 wieder besonders groß, bis hin zu <a title="Artikel bei Spiegel-Online über Geheimdienstpannen vor dem Anschlag" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,669540,00.html">US-Geheimdienst-Pannen im Vorfeld</a> und auch diesmal kann der Attentatsversuch wieder problemlos als Rechtfertigung zur Einführung weiterer Überwachung dienen. Man mag mich paranoid nennen, aber die jüngsten Ereignisse passen gut ins Bild. Zu gut für meinen Geschmack.</p>
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		<title>Internetgebühr gekippt</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 13:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat das Verwaltungsgericht Braunschweig ein wie ich finde bemerkenswertes Urteil gefällt: Die GEZ-Gebühr für Internet-PCs ist nicht zulässig. Bevor Mißverständnisse aufkommen: Grundsätzlich finde ich den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon eine sinnvolle Einrichtung – einfach, um Fernsehjournalismus wirtschaftlich zumindest etwas unabhängiger zu machen. (Daß die ÖR-Sender dagegen nicht politisch unabhängig sind, hat leider der Fall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat das Verwaltungsgericht Braunschweig ein wie ich finde bemerkenswertes Urteil gefällt: Die <a title="Artikel bei Spiegel-Online über das Urteil zu GEZ-Gebühren" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,668378,00.html">GEZ-Gebühr für Internet-PCs ist nicht zulässig</a>. Bevor Mißverständnisse aufkommen: Grundsätzlich finde ich den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon eine sinnvolle Einrichtung – einfach, um Fernsehjournalismus wirtschaftlich zumindest etwas unabhängiger zu machen. (Daß die <abbr title="öffentlich-rechtlichen">ÖR</abbr>-Sender dagegen nicht politisch unabhängig sind, hat leider der <a title="Blogeinträge bei Sascha über die Absetzung von Nikolaus Brender" href="http://rheker.wordpress.com/?s=brender">Fall Brender</a> gezeigt – aber das ist eine andere Geschichte.) <span id="more-239"></span></p>
<p>Dessen ungeachtet fand ich es allerdings schon bei der Einführung der entsprechenden „Gebührenerweiterung“ mehr als dreist, wie die Sender einfach ihren eigenen Bedarf neu definiert haben und über die GEZ mit dem Internet ein Medium in (Kosten-)Beschlag nehmen wollten, in denen sie bestenfalls ein Nischendasein führten und führen; sich hier also quasi in ein gemachtes Nest setzen wollten. Umso mehr begrüße ich also das oben genannte Urteil aus Braunschweig.</p>
<p>Gleichzeitig finde ich die Sache aus einem anderen Betrachtungswinkel mehr als bedenklich: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Verordnungen und Gesetze nachträglich wieder von Gerichten kassiert werden. Das zeigt zwar einerseits, daß unser Rechtssystem (noch) funktioniert, andererseits wirft es gar kein gutes Licht auf die Politik. Ist es schlichte Unfähigkeit, die verhindert, daß sich die zuständigen Stellen und Personen <em>vor</em> der Verabschiedung eines Gesetzes Gedanken machen, ob dieses überhaupt Bestand haben kann? Oder ist es Dreistigkeit vom Schlage „man kann&#8217;s ja mal versuchen“, Bürgerinnen und Bürger weiter auszunehmen (siehe GEZ), zu <a title="Liste bei Focus-Online über Urteile des Bundesverfassungerichtes zu Überwachungsmaßnahmen" href="http://www.focus.de/digital/multimedia/bundesverfassungsgerichts-urteile-zwischen-ueberwachung-und-grundrechtsschutz_aid_463243.html">bespitzeln</a> oder sonstwie zu gängeln, in der Hoffnung, daß es die Bevölkerung schon schlucken werde? In jedem Fall ist mir dabei ganz und gar nicht wohl…</p>
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		<title>Neues aus den Niederlanden</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 21:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Maut]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Während ich Niederländer auf der persönlichen Ebene bislang in großer Mehrheit als freundliche, unkomplizierte und aufgeschlossene Menschen kennenlernen durfte, beschert mir die politische Ebene in letzter Zeit verstärkt Ungemach. In der Vergangenheit waren&#8217;s die Wahlcomputer der niederländischen Firma „Nedap“, deren Verwendung in Deutschland ich sehr kritisch gegenüber stehe. Aktuell ist es die jüngst in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich Niederländer auf der persönlichen Ebene bislang in großer Mehrheit als freundliche, unkomplizierte und aufgeschlossene Menschen kennenlernen durfte, beschert mir die politische Ebene in letzter Zeit verstärkt Ungemach. In der Vergangenheit waren&#8217;s die Wahlcomputer der niederländischen Firma „Nedap“, deren <a title="Blogeintrag über Wahlcomputer" href="http://hirnfasching.de/2009/03/04/die-wahl-gewonnen/">Verwendung in Deutschland ich sehr kritisch gegenüber stehe</a>. Aktuell ist es die jüngst in den Niederlangen eingeführte <a title="Heise-Artikel über die neue niederländische Kfz-Steuer" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niederlande-Kilometergeld-ersetzt-Kfz-Steuer-859829.html">Straßenmaut mit GPS-Abrechnung</a>, von der ich fürchte, daß auch sie wie die Wahlautomaten ruck-zuck den Sprung über die Grenze schafft. <span id="more-211"></span></p>
<p>Nicht, daß ich in meiner Eigenschaft als Autofahrer irgendwie scharf darauf wäre, daß Autofahren irgendwie teurer würde. Aber wenn es denn schon sein müsste, wäre eine Erhöhung der Mineralölsteuer beziehungsweise der Ökosteuer eigentlich das optimale Mittel der Wahl: Wer viel fährt, also die Straßen mehr nutzt (eine gerechtere Verteilung der Straßen-Unterhaltskosten auf Viel- und Wenigfahrer war die offizielle Begründung der niederländischen Neuregelung), braucht mehr Benzin oder Diesel und zahlt entsprechend mehr Steuer. Ein ökologische Komponente hat das obendrein, denn Fahrer von dicken, spritfressenden Autos zahlen damit mehr als Fahrer sparsamer Autos.</p>
<p>Das wird aber so in Deutschland sicher nicht kommen, denn die Fahrer der dicken Autos haben eine riesige Lobby im Bundestag. Außerdem würde eine Erhöhung der Spritbesteuerung eventuell am Ende tatsächlich dazu führen, daß die Bürger weniger bzw. sparsamer fahren, dadurch weniger Treibstoff verbrauchen und damit weniger Steuer zahlen. Entgangene Einnahmen für den Staat? Gott bewahre!</p>
<p>Im Gegensatz dazu bieten außerdem eine Ausweitung der Toll-Collect-Maut auf PKW oder gar die Übernahme der niederländischen GPS-Variante aus der richtigen Perspektive betrachtet obendrein opulenten Zusatznutzen, nämlich ein grandioses Überwachungsinstrument. Über die Maut bekommt der Staat nun endgültig das perfekte Bewegungsprofil jedes Autofahrers. Überwachungsfetischist Wolfgang Schäuble verflucht wahrscheinlich bereits, daß er vom Innen- ins Finanzministerium und nicht wenigstens in Verkehrsministerium gewechselt ist. Oder sollte er gar eine neue „<a title="Historischer offizieller Name des BND" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pullach_im_Isartal#.C3.96ffentliche_Einrichtungen">Bundesvermögensverwaltung, Abteilung Sondervermögen</a>“ in Zusammenarbeit mit dem <a title="Wikipedia-Artikel zum BMVBS" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BMVBS">BMVBS</a> planen?</p>
<p>An eine Sabotage der GPS-Maut braucht man übrigens gar nicht erst zu denken: Die niederländische Regierung zeigt ihren Bürgern gleich, wo der Hammer hängt und droht bei Manipulationen des System mit bis zu satten <a title="Heise-Artikel über die neue niederländische Kfz-Steuer" href="http://www.heise.de/ct/meldung/Niederlaendische-PKW-Maut-erzuernt-Autofahrer-861615.html">74.000,- € Geldstrafe </a>oder vier Jahren Gefängnis.</p>
<p>Im Gegensatz zum niederländischen Modell wirkt eine Ausweitung der Toll-Collect-LKW-Maut in Deutschland auf PKW schon fast wieder gut. <img src='http://hirnfasching.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Aus-Gesperrt</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 19:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Weitaus geräuschloser als die Einführung – jedenfalls nach meinem Empfinden – sind von der FDP die Internetsperren ihrerseits (vorläufig) mit einem Stopschild versehen worden. Das ganze läuft zwar juristisch etwas unsauber darüber, daß die Bundesregierung den mit den Providern geschlossenen Vertrag über die Sperrmechanismen für zunächst ein Jahr aussetzt, aber aus pragmatischer Sicht heißt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weitaus geräuschloser als die Einführung – jedenfalls nach meinem Empfinden – sind von der FDP die <a title="Postings in diesem Blog zum Thema" href="http://hirnfasching.de/tag/internetzensur/">Internetsperren</a> ihrerseits (vorläufig) <a title="Spiegel-Online-Artikel zum Thema" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,655464,00.html">mit einem Stopschild versehen worden</a>. Das ganze läuft zwar juristisch etwas unsauber darüber, daß die Bundesregierung den mit den Providern geschlossenen Vertrag über die Sperrmechanismen für zunächst ein Jahr aussetzt, aber aus pragmatischer Sicht heißt das für mich erst mal „besser als nix“.</p>
<p>Bleibt nur zu Hoffen, daß die FDP ihr Versprechen, innerhalb dieses Jahres die Sperrgesetze „richtig“ abzuschaffen auch tatsächlich umsetzt. Dann hätte die neue Bundesregierung, von der es wohl hauptsächlich erneute Steuererhöhungen zu erwarten gibt, zumindest <em>etwas</em> gutes geleistet.</p>
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		<title>Die Folterwerkzeuge gezeigt</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 13:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie heute bekannt wurde, hat Deutschlands oberster Verfassungsschützerschänder Wolfgang Schäuble im Innenministerium schon mal die Liste seiner feuchten Träume für die nächste Legislaturperiode zusammenstellen lassen. Und diese Liste ist nicht ohne: Abschaffung der Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst, Einführung des genetischen Fingerabdrucks, Erlaubnis für V-Leute, „szenetypische Straftaten“ ungestraft zu begehen (mit anderen Worten: bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie heute <a title="Spiegel-Online-Artikel zur Schäuble-Liste" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651146,00.html">bekannt wurde</a>, hat Deutschlands oberster Verfassungs<span style="text-decoration: line-through;">schützer</span>schänder Wolfgang Schäuble im Innenministerium schon mal die Liste seiner feuchten Träume für die nächste Legislaturperiode zusammenstellen lassen. Und diese Liste ist nicht ohne: Abschaffung der Trennung zwischen Polizei und Geheimdienst, Einführung des genetischen Fingerabdrucks, Erlaubnis für V-Leute, „szenetypische Straftaten“ ungestraft zu begehen (mit anderen Worten: bei der NPD eingeschleuste Informanten dürften dann ganz legal Ausländer zusammenschlagen)…</p>
<p>Nachdem der Sieg von Schwarz-Gelb am morgigen Wahlsonntag meiner Meinung nach schon so gut wie sicher ist, können wir uns eigentlich jetzt schon von unseren derzeit noch übrig gebliebenen Bürgerrechten verabschieden. Es soll hinterher aber niemand sagen, er oder sie habe von nichts gewußt…</p>
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