Rücktrittswelle

Während man bei Roland Kochs Rücktritt spontan erst einmal davon ausgeht, daß er sich aus dem Staub macht, bevor man das gefühlte halbe Dutzend Leichen in seinem Keller findet, steht man als Otto Normalbürger bei Horst Köhlers Rücktritt weitaus ratloser da. Die offizielle Begründung des fehlenden Respektes seiner Kritiker vor seinem Amt wirkt lächerlich und vorgeschoben.

Geeignet, Paranoia zu erzeugen, ist dagegen der Fakt, daß Köhler Finanzexperte ist – u.a. war er Vorsitzender des IWF – und man Koch selbiges zumindest nachsagt. Das alles, während die aktuelle Wirtschaftskrise noch längst nicht ausgestanden ist, Griechenland kurz vor der Pleite steht und Italien und Spanien bereits wackeln. Wissen oder ahnen die beiden etwas, das wir nicht wissen?

Jedenfalls glaube ich nicht, daß Köhlers Rücktritt etwas mit Lena Meyer-Landrut zu tun hat. 😉

Fotografen-Sonnenkalender

Der eine oder andere kommt beim Fotografieren ja schon mal in die Verlegenheit, wissen zu wollen (oder zu müssen), wo und in welcher Richtung an einem Ort der Sonnenauf- oder Untergang stattfindet. Sei es, weil er den Sonnenaufgang als Motiv haben will, oder weil er die Blaue Stunde ausnutzen will. Das kann man natürlich alles irgendwie von Hand ausrechnen oder hoffen, daß es für den Wunschort zufällig eine passende Tabelle gibt. Das ist aber alles nicht das Wahre – deswegen fand ich es umso besser, als ich in drf den Tip zum Programm „The Photographer’s Ephemeris“, kurz TPE, las: Das berechnet für einen beliebigen Ort auf der Erde, den man praktischerweise mittels einer Google-Maps-Karte auswählen kann, und für ein beliebiges Datum alles, was das Fotografenherz begehrt: Zeitpunkt und -Richtung von Sonnenauf- und Untergang, Mondauf- und Untergang sowie die Zeitpunkte der zivilen und nautischen Dämmerung.

Leider ist das Programm nur Englisch verfügbar und setzt zur Installation Adobe Air voraus. Von diesen Kleinigkeiten abgesehen halte ich das Programm für uneingeschränkt empfehlenswert. 🙂

Fahrsicherheitstraining

Am vergangenen Dienstag habe ich bzw. haben wir es endlich geschafft, mein bzw. unser Geburtstagsgeschenk einzulösen: Einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining. Das ganze fand statt als Intensivkurs im FSZ Rhein-Main des ADAC in Gründau. Mit von der Partie waren Matthias, Dominik und Christian. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Sache hat super Spaß gemacht und hilfreich fürs Autofahren war’s hoffentlich auch. 🙂 Lesen Sie weitere Fahrsicherheitstraining

SchachtZeichen

Wer heutzutage durchs Ruhrgebiet fährt und dabei nicht zufällig am Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg-Bruckhausen vorbeikommt, kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, was das Ruhrgebiet einst war: Das dreckige aber pulsiernde Herz der deutschen Schwerindustrie mit Zechen, Kokereien, Hochöfen, Stahl- und Walzwerken an allen Ecken.

Davon ist heute fast nichts mehr übrig. Mein persönliches Schlüsselerlebnis dazu war, als ich vor einiger Zeit das erste Mal auf dem Tetraeder in Bottrop stand: Zugegeben, zu dessen Füßen befindet sich die noch aktive Zeche Prosper-Haniel mit Schacht Prosper IV und Kokerei, aber ansonsten blickt man dort hauptsächlich auf Grün! Nicht einmal auf Stadtstrukturen, wie man es von so einer dicht besiedelten Region erwarten würde, nein auf Büsche und Baumkronen! Lesen Sie weitere SchachtZeichen

Telefonterror

Ich weiß nicht, wie ich’s geschafft habe, aber irgendwie scheint meine private Telefonnummer unter den penetrantesten Telefon-Spammern zu kursieren. Alleine in dieser Woche hatte 6–18(!) Anrufe bzw. Anrufversuche pro Tag(!). Den Vogel abgeschossen hat allerdings der Anruf gerade eben: Eine Telefoncenter-Tante meldete sich unter der Nummer 03036396202 als „Verbraucherschutzzentrale Berlin“ (sic!)1 und faselte etwas von europaweitem Schutz vor unerwünschten Werbeanrufen. Die Sache kam mir gleich suspekt vor, so daß das Gespräch zügig abwürgte. Eine kurze Google-Suche gab mir dann auch recht. Lesen Sie weitere Telefonterror